Ich habe sie zum ersten Mal weinen gesehen, nicht überschwänglich, aber ihr kullerten ein paar salzige Tränen über ihre Wangen, Tränen der Erleichterung.
Allein lassen wollte ich sie nicht, auch wenn mein Magen noch so sehr streikte, wir liefen zusammen im Regen in die Wohnung zurück, über eine Brücke, wo wir ein paar Minuten inne hielten, wir blickten auf das dunkle Wasser, die Sterne spiegelten sich nicht wieder, der Regen war zu stark. Sie zeigte mir ihr Liebesbekenntnis.
Neue Seiten machten sich auf.
Wir schliefen nebeneinander ein, irgendwie zufrieden, beruhigt und erleichtert.
Es regnete als wir alles was damit zutun hatte verbrannten, der dunkelgraue Qualm stieg hoch und als alles vorbei war, schien die Sonne, so als ob sie uns sagen wollte, dass es das Richtige war.
Mein Handy lag irgendwo, ich habe es nicht mehr gebraucht, ich wusste, es wird nicht klingeln.
Und ich dachte mein Schlaf sei unruhiger, aber im Gegenteil, ruhiger als sonst. Mein Gewissen döst vor sich hin und ich wundere mich über die Leichtigkeit meiner Gedanken.